Schmerztherapie

Verschiedenste Überlastungserkrankungen insbesondere der Wirbelsäule neigen, bei unzureichender Therapie und beruflichen und familiären Belastungen, zur Chronifizierung.

Auch nach operativen Eingriffen kann es zu lang anhaltenden Schmerzsyndromen kommen (Schulter, Kniegelenk, Wirbelsäule).

Insbesondere nach Zoster-Infektion mit begleitenden Neuralgien (Gürtelrose), kommt es zu schwersten, langanhaltenden Schmerzsymptomen der befallenen Nerven am Rumpf.

Gerade bei den Patienten mit Diabetes mellitus und Niereninsuffizienz kommt es zu Veränderungen der Hautnerven, die schmerzhafte, brennende Missempfindungen im Bereich der Arme und Beine auslösen können.

Selbst nach kleineren Verletzungen und Operationen können extrem schmerzhafte Reaktionen an Armen und Beinen auftreten, die als Sudeck-Syndrom oder Algodystrophie bekannt sind. Dafür verantwortlich ist eine Irritation und Dysregulation des sympathischen-/parasympathischen Nervensystems.

Bei allen vorgenannten Veränderungen können in unterschiedlicher Art und Weise invasive Maßnahmen zur Anwendung kommen.
Wir verweisen dabei auf die „Links“ der Nervenblockaden, der minimal-invasiven Wirbelsäulenbehandlung sowie der Neuraltherapie.

Aufgrund der Kompetenz als Anästhesist und der entsprechenden Zulassung führen wir auch eine differenzierte konservative Behandlung bei vorgenannten Schmerzsyndromen durch.

Dies geschieht durch die Anwendung einer differenzierten oralen Medikation nach dem WHO-Schmerz-Stufenschema Level I bis III. Es erfolgen dabei wiederholte Begutachtung, wiederholte Durchführung eines VAS-Schmerz-Scores sowie wiederholte körperliche Untersuchungen. Dies ist Teil des wissenschaftlich anerkannten Modells des bio-psycho-sozialen Ursachenkomplexes bei chronischen Schmerzsyndromen.

Ziel ist, bei möglichst nebenwirkungsarmer Dosierung und Kombination geeigneter Medikamente, eine maximale Schmerzreduktion zu erreichen.

Dieses therapeutische Vorgehen ist jedoch nur ein Teil eines komplexen Therapieschemas von chronischen Schmerzuständen.
Neben invasiven Maßnahmen runden eine optimale Schmerzmedikation, Verordnung angepasster Krankengymnastik, Begleitung eines allgemeinen Ausdauer-Leistungstrainings, die Optimierung der Arbeitsplatzergonomie und die Unterstützung bei psychosomatischen Problemen unser therapeutisches Vorgehen in diesem schwierigen Behandlungsbereich ab.