Nervenblockaden

Nach Operationen an größeren Gelenken, insbesondere von Schulter, Hüfte und Kniegelenk kommt es häufig zu länger anhaltenden, ausgeprägten schmerzhaften Bewegungseinschränkungen. Dabei verkürzt sich die Gelenkkapsel und eine frühe Mobilisation, bzw. Rehabilitation ist nicht möglich (zum Beispiel Schultersteife/Frozen shoulder).

Es besteht die Möglichkeit, die kapselversorgenden Nerven anhand der Anatomie und mit Hilfe von Ultraschall aufzufinden und diese mit lokalen Betäubungsmitteln zu umfluten
- der Kapselschmerz verschwindet
- die Physiotherapie, bzw. Rehabilitation kann beginnen!

Wir führen sämtliche Nervenblockaden großer und kleinerer Gelenke in unserer Praxis mit entsprechender Überwachung durch.

Des weiteren gibt es Kompressionssyndrome, bei denen Nerven in ihren anatomischen Hüllen eingeengt werden und zu Beschwerden und Bewegungseinschränkungen führen. Die bekanntesten sind das Karpaltunnelsyndrom (Nerv an der Handwurzel) oder die Meralgia paraesthetica (Nerv im Hüftgelenksbereich), die in den Oberschenkel ausstrahlt.

Auch hier gelingt es, durch ultraschallgesteuerte Infiltration eine Abschwellung der Nerven zu erreichen und somit eine Beschwerdefreiheit bei Befunden, die sonst nur durch eine Operation zugänglich wären.

Relativ bekannt ist auch das sogenannte Sudeck-Syndrom des Armes, des Unterarmes oder der Hand, bzw. des Fußes. Es tritt insbesondere nach Operation, aber auch nach Bagatelltraumen auf.
Dabei kommt es zu einer Dysregulation im sympathischen Nervensystem mit veränderten Durchblutungsbedingungen in den betroffenen Regionen. Es resultieren Haut- und Gewebeveränderungen, Knochenentkalkungen und massive Schmerzzustände. Neben einer entsprechenden medikamentösen Therapie kommen Lymphdrainage bzw. ergotherapeutische und krankengymnastische Beübung zur Anwendung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den sympathischen Grenzstrang im Bereich der Halswirbelsäule mit einer Mischung aus einem lokalen Betäubungsmittel und einem schmerzstillenden Medikament erfolgreich zu umspülen.

Dieser Therapieschritt wird drei- bis fünfmal wiederholt und führt zu einer deutlichen und raschen Besserung der Sudeck´schen Symptomatik, die auch als Algodystrophie und Reflexdystrophie bekannt ist.